Nahrungsmittel-
Unverträglichkeiten

Schätzungsweise jeder 10. Bundesbürger reagiert allergisch auf bestimmte Nahrungsmittel – vor allem auf Kuhmilch, Hühnereier, Nüsse, Getreide, Fisch, Fleisch, Kern- und Steinobst. Heftige Beschwerden direkt nach dem Essen treten lediglich bei 5-7 Prozent der Betroffenen auf, meist reagiert der Körper auf unverträgliche Lebensmittel erst 8 bis 72 Stunden später. Deshalb bleiben die Ursachen der Beschwerden oft unerkannt.

 

Welche Beschwerden können bei Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten auftreten?

Unverträgliche Lebensmittel können folgende Beschwerden hervorrufen:

Akute Beschwerden
direkt nach Nahrungsaufnahme und von kurzer Dauer (Stunden):

  1. Hautausschlag, Ekzeme
  2. Schnupfen (Rhinitis), Asthma
  3. Magen-Darm-Beschwerden: Blähungen, Verstopfung, Durchfall, Erbrechen
  4. Herz-Kreislauf-Probleme
  5. Luft im Bauch

Chronische Beschwerden
Stunden bis Tage nach Nahrungsaufnahme und von langer Dauer (Tage):

  1. Ekzeme
  2. Darmschleimhaut-Entzündungen
  3. Muskel- und Gelenkbeschwerden Müdigkeit, Leistungsschwäche
  4. Migräne
  5. Depressionen
Bei Kindern treten meist heftige Beschwerden, vorzugsweise an der Haut, direkt nach Nahrungsaufnahme auf. Erwachsene dagegen leiden seltener an akuten Beschwerden.


Wie entstehen Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten?

Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten sind in erster Linie auf eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut zurückzuführen. Dadurch können Nahrungsbestandteile unverdaut vom Darm ins Blut gelangen. Dort bekämpft das Abwehrsystem des Körpers die fremden „Eindringlinge“.

An diesem Prozess sind entweder IgE- oder IgG4- Antikörper (AK) beteiligt. Während IgE-AK äußerst heftige Reaktionen kurz nach Nahrungsaufnahme herbeiführen, sorgen IgG4-AK für weniger starke und bedrohliche Beschwerden.

Neben Unverträglichkeits-Reaktionen, die durch das Abwehrsystem ausgelöst werden, gibt es weitere, weniger häufige Unverträglichkeits- Reaktionen:

  1. gegenüber Milchzucker (Laktose), Fruchtzucker (Fruktose), Sorbit, Gluten (Getreidebestandteil), die auf einen Enzym-Mangel zurückzuführen sind
  2. gegenüber Histamin (Nahrungsbestandteil, der vor allem in Rotwein, Camembert, Räucherfisch vorkommt)
  3. durch Farb- und Konservierungsstoffe (E 211, E 220-227, E 250 ...)


Wie können Nahrungsmittel-
Unverträglichkeiten festgestellt werden?

Spezifische Labortests können Aufschluss über Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten geben. Treten Ihre Beschwerden direkt nach dem Essen auf, sollten Sie zunächst mit Hilfe eines einfachen Bluttests (PräScreen-Allergie®) feststellen lassen, welche Antikörper (IgE oder IgG4) für die Unverträglichkeits-Reaktionen verantwortlich sind.

Anschließend lässt sich anhand einer Blut- und ggf. Stuhlprobe feststellen, auf welche Lebensmittel Ihr Immunsystem reagiert (Allergoscreen®). Mit diesem Test können zusätzlich Verdauungsstörungen, Pseudo-Allergien durch Farb- und Konservierungsstoffe, Pollen assozierte Allergien sowie Intoleranzen durch Enzymmangel aufgedeckt werden.

Allergoscreen®-Konzept

Auf der Basis der Laborergebnisse erhalten Sie einen ausführlichen Befund, individuelle Ernährungsempfehlungen sowie Rezepte, die Ihnen dabei helfen, Ihre Ernährung umzustellen und Ihre Beschwerden zu beseitigen.

Mit freundlicher Genehmigung durch: Medivere